Neue Platten

Django 3000 - Bonaparty

Genre: Gipsy Rock
Label: RCA (Sony)
CD, VÖ: - 30.01.2015

Kraftvolle Mucke war schon immer das Ding vom bayerischen Quartett „Django 3000“. Mundartlich schnodderig und rhythmisch wenig zimperlich sowieso. Folglich steuert auch Album Nr. 3 gradlinig auf einen tanzlastigen Auftritt zu. Der bajuwarische Gipsy-Rock wird von mal zu mal ausgefeilter. Kamil Miller und Partner haben es auch diesmal wieder verstanden, Chiemgau-Slang und Quirliges vom fahrenden Volk konsequent unter eine Kappe zu bringen. Da ist der Titelsong noch das schwächste Glied in der Kette, denn das von Napoléon inspirierte „Bonaparty“ gehört eher in die Kategorie „reim dich oder ich fress dich“, ist also eher zwangsgezimmert, als von überbordendem Einfallsreichtum gesegnet. Der Rest der Aufnahmen (immerhin 13 an der Zahl) wirbelt aber dafür umso vogelfreier durch Osteuropa, von gestrecktem Volkspolkagalopp bis zu geigenschwangerem Gipsy-Skapunk. Da wird ums Lagerfeuer gesoffen und gepogot, dass die brennenden Scheite nur so durch die Luft fliegen. Die Djangos sind halt echte Party-Haudegen, die noch dazu mitreißende Melodien zu konstruieren, denen man kaum entrinnen kann und die man immerzu im Hinterkopf hat, hat man das neue Repertoire erst ein paar mal durchgehört. Ohrwurmcharakter also. Allerdings konnten es sich die Jungs nicht verkneifen, ihren Dauerbrenner und Running Gag „Heidi“ erneut mit draufzupressen. Sinn und Zweck der Aktion unbekannt, da dem Hit nichts Neues hinzugefügt wurde. Ebenso wenig Sinn macht ein zweiter Aufguss des Titelstücks, feat. die Finnen von Jaako Laitinen & Väärä Raha, mit denen die Djangos durch Russland unterwegs waren. Dennoch: Django 3000 halten ihr Niveau. Und das ist gut so.

www.django3000.de


Bisher:
Hopaaa!
Django 3000