Neue Platten

Skip & Die - Cosmic Serpents

Genre: Global Indie Pop
Label: Crammed Discs (Indigo)
CD; VÖ: - 27.03.2015

Der Dschungel hat ja auch immer etwas von undurchdringlichem Dickicht. So ähnlich kann es einem gehen, wenn man sich das zweite Album von „Skip and Die” anhört, der Global-Pop-Band aus Südafrika/Niederlande. Catarina Aimée Dahms und Jori Collignon, sowie die neu dazugestoßenen Gino Bombrini (Perkussion und Gitarre) und Daniel Rose (Gitarre, Streichinstrumente) bewegen sich schlangengleich durch das Unterholz der globalen Indiepop-Kultur und verarbeiten so ziemlich alles, was einem da an hippen Musikmustern vor die Flinte kommt: digitale Cumbia, Psychedelia und Dubbiges bis hin zu elektronischem Laptopgefrickel. Ein Song wie „Space Girls“ wirkt da aber an machen Stellen wie Kaugummi in die Länge gezogen, die eingeflochtenen kurzen Interludes auf diesem Album sind gar gänzlich überflüssig. Der Rest geht durch als mehr oder weniger gut durchgequirlte Elektro-Weltmusik, die aus einem Ideenpool stammt, der zwischen Südamerika, Nordafrika und Europa angezapft und dann im Studio zusammengezimmert wurde. Manche gute Einfälle und Klangpassagen sind dabei auszumachen, das Gros jedoch verliert sich in einem Kosmos zwischen Haustür-Ding-Dong, Ukulele-HipHop und verschwurbelten Hau-ruck-Beats. Da hilft auch die omnipräsente Mädchen-Stimme von Cata Pirata nicht viel, dem klanglichen Kuddelmuddel etwas mehr Halt zu verleihen.

www.skipndie.com

Der Vorgänger:
Riots in the Jungle