Neue Platten

Makrosoft - Stereo Also Playable Mono

Genre: ElektroPop
Label:Ministry Of Sound (Edel)
CD, VÖ - 10.03.2006

Wer immer nur an Originalen klebt, hat schon verloren. Das Leben ist Veränderung und Veränderungen sind manchmal besser als die Originale. Dies kann man getrost als das Motto dieser knuffigen CD ansehen. Da haben sich drei Düsseldorfer Jungs daran gemacht, einigen (alternativen) Pop-Klassikern mal ordentlich den Kopf zu waschen, um ihnen sodann ein neues Outfit zu verpassen. Die Bestseller von Nirvana, Kraftwerk, Iggy Pop, Soundgarden, The Clash oder Green Day hat man ja nun zur Genüge abgespeichert. Da kommt es nicht ungelegen, „Smells Like Teen Spirit”, „Das Modell”, „The Passenger”, „BlackHole Sun”, „London Calling” oder „Basket Case” einmal völlig verwandelt präsentiert zu bekommen. Daß das zu durchaus akzeptablen Ergebnissen führen kann, hat uns Señor Coconut bereits mit seinen verlateinamerikanisierten Pop-Hits vorgeführt und ähnlich schlau funktioniert das auch bei Makrosoft. Bigband-Sound statt Gitarrenriffs, Ska statt Retorten-Elektro, Jochen Friebe statt Iggy Pop, Schmuse-Erotik statt Metall, sexy Sirene statt dreckigem Punk und gesurfter ChaCha statt Teenie-Strom-Geklampfe – yippie, das macht echt Laune und erfreut so ziemlich jeden, dem dieser Mix zu Ohren kommt. Wenn sich dann auch noch die Ex-Nöle Ricky Shayne an einem Gloria Gaynor Hit versucht oder sich Mr. „Stimme” Otto Sander als John-Lennon-Kopie ausgibt, dann ist im schlimmsten Fall zwar Vorsicht geboten, hier aber darf man sicher sein, daß es nicht um eine Anhäufung von Peinlichkeiten geht, sondern um ein Recycling der besonders kreativen Art.

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