Neue Platten

Eyes Of A Blue Dog - Hamartia

Genre: IndiePop
Label: Babel Label
CD; VÖ:: - 08.06.2015

Die Gruppe nennt sich „Eyes of a Blue Dog“, nach einer Erzählung des kolumbianischen Schriftstellers García Márquez. Der Albumtitel „Hamartia“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet ungefähr so viel wie „tragischer Irrtum“. Wir haben es hier also mit Musikern zu tun, die sich ein paar Gedanken mehr um sich und ihre Produkte machen. Was natürlich nicht schlecht ist, und „nicht schlecht“ ist auch das künstlerisch anspruchsvolle Endprodukt. Das Trio „Eyes of A Blue Dog“ besteht aus den beiden Norwegern Terje Evensen (Drums, Elektronika) und Elisabeth Nygaard (Gesang) sowie dem Briten Rory Simmons (Trompete, Gitarre, Elektronika). Die Stoßrichtung der Truppe geht in Richtung elektronischer Dreampop, es kursieren Vorbilder wie Portishead oder skandinavische Elektro-Spezialisten, die zwischen Jazz und Pop zu verorten sind.
Hat man sich erst einmal an den kompakten und breit gefächerten Sound gewöhnt, hat sich auf die zuweilen vertrackte Rhythmik und die gut integrierten elektronischen Spielereien eingelassen, funktioniert „Hamartia“ ziemlich gut und kann die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht erhalten. Die Trompete von Rory Simmons hinterlässt immer wieder melodische bis düstere Spuren von Jazz und die Perkussionsarbeit von Terje Evensen steht ganz im Zeichen von tanzbaren Clubbeats. Elisabeth Nygaard schließlich versteht es hervorragend, mit ihrer schwärmerischen und zerbrechlich wirkenden Stimme der ganzen Kiste einen Hauch von märchenhafter Intimität zu verleihen. Ihr zur Seite steht bei einem Track Fyfe Dangerfield, Sänger der britischen Band Guillemots. Ein Album mit sicherlich etwas längerer Halbwertzeit dank einer einfallsreichen Vorgehensweise.

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