Neue Platten

Eska - Eska

Genre: IndiePop
Label: Naim Edge Records (Indigo)
CD; VÖ: - 09.10.2015

Dass man im Pop-Business einen langen Atem haben muss, um auf einen halbwegs grünen Zweig zu kommen, pfeifen ja schon lange die Spatzen von den Dächern. Bei der schwarzen Sängerin Eska war das auch nicht anders. Von den Anfängen bis zur Veröffentlichung ihres Debut-Albums vergingen ca. fünf Jahre und insgesamt bemüht sich die Londonerin bereits seit ca. 10 Jahren um einen Platz an der Sonne. 2013 dann eine EP als Zwischenergebnis ihrer bisherigen Bemühungen und daneben viele Auftritte als Sessionsängerin für u.a. Tony Allen, Grace Jones, Nitin Sawhney oder Matthew Herbert. Letzterer hielt teilweise seine schützende Hand über die jetzt erschienene Produktion. In England feiert man nun endlich die gebürtige Zimbabwerin als kommenden Stern und packt sie gleich in die große Flohmarkt­kiste, in der auch schon Erykah Badu, Kate Bush oder Joni Mitchell hocken.
Der Sound ihres Erstlings ist einigermaßen kompakt, um nicht zu sagen vielschichtig, im Sinne von vielen Schichten. Denn nicht immer fällt es leicht, einen Song gleich bei den Hörnern zu packen und locker vom Hocker mitzuswingen. Zu viele Einflüsse werden hier nämlich verwurstelt, als dass man von einem dringenden Hitparadenverdacht sprechen könnte. Jazz, Soul, Reggae, Psycho-Folk, Elektronika, Singer/Songwriter – alles taucht irgendwo und irgendwie auf und macht jeden der zehn Songs zu einem Unikat, nicht zuletzt auch durch eine Vielzahl verwendeter Instrumente und Klangkörper. Man darf gespannt sein, wie sich die Dame weiterentwickelt. Ihr Debut jedenfalls sollte man auf keinen Fall unbeachtet lassen. Allein schon deswegen, um einen direkteren Vergleich zum eventuellen Nachfolger zu haben.

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