Neue Platten

Kreusch Bros. - Two Worlds One

Genre: Jazz / Brasil
Label: GLM Music (Soulfood)
CD, LP; VÖ: - 23.10.2015

Der CD-Titel „Two Worlds One” ist natürlich ein deutlicher Hinweis auf die Kreusch’sche Bruderschaft, die sich aus Cornelius Claudio (Piano) und Johannes Tonio (Gitarre) zusammensetzt. Zwei bayerische Musiker, die es in der großen weiten Welt gelernt haben, global zu agieren. CC hat es in die USA verschlagen, JT hält die Heimatstellung. Beide Brüder arbeiten schon länger mit dem Amerikaner Jamey Haddad zusammen, einem Perkussionisten mit libanesischen Wurzeln. Frischer ist die Zusammenarbeit mit Badi Assad, der allseits beliebten brasilianischen PerkussionsGitarristin, die nebenbei auch noch eine formidable Sängerin ist. Das Quartett Kreusch Bros. ist also nicht nur sehr international zusammengesetzt, sondern auch stilistisch ein Katalysator zwischen Jazz, Pop und Weltmusik. Eine Tatsache, die sich konsequenterweise auch auf diesem Album manifestiert. Den ersten positiven Eindruck vermittelt denn auch Badi Assad, die ihre Gitarre zwar hier beiseite gelegt hat, dafür aber umso präsenter mit ihrer delikaten Stimme auftrumpft. Die ersten vier Stücke und das letzte (als Reprise des ersten) sind wunderbarer brasilianischer PopJazz, von dem man wirklich gerne mehr gehört hätte. Leider folgen nämlich dann sieben Instrumental-Tracks, die zwar alle sehr elegant arrangiert und perfekt im Schönklang ausgeführt sind, gleichzeitig aber auch etwas jazzig-mainstreamig anmuten, schließlich arbeiten die Kreusch-Brüder und Haddad vorzugsweise mit US-amerikanischen Künstlern wie Carly Simon, Bobby McFerrin oder Terri Lyne Carrington zusammen, oder, wenn mal München wieder angesagt ist, auch mit Klaus Doldinger. Unter dem Strich also eine insgesamt angenehme, wenn auch etwas auf Hochglanz polierte Platte, die dank der Mitwirkung von Badi Assad wohltuend aufgewertet wird.

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