Neue Platten

Äl Jawala - Hypnophonic

Genre: Balkan Brass
Label: Jawa Records (Groove Attack)
CD; VÖ: - 08.01.2016

Es darf wieder gehopst werden. Äl Jawala haben Nachschub in Form eines neuen Studioalbums geliefert, das diesmal ein wenig anders ausgefallen ist. Aus einer vorwiegend instrumentalen Band haben sich die Freiburger nun zu einem Verband verändert, der nun mehr Wert auf die Vocals setzt, um dadurch die Attraktivität der Truppe zu steigern. Dazu wurden einige Gäste eingeladen, die das Feuerwerk mit ihren Kapazitäten noch verstärken sollen. Im einzelnen sind das der Bremer Stadtmusikant und Soulsänger Flo Mega, die frisch eingewanderte palästinensische Sängerin Bayan Faroun aus Jerusalem, der westafrikanische Vokalist Mamoudou Doumbaye sowie ein gewisses Fräulein Rukie. Damit nicht genug. Saxophonistin Stefi Schimmer greift auf zwei Stücken ebenfalls zum Mikro, was allerdings weniger überzeugend ausgefallen ist. Sax kann sie halt doch besser.
Zum Sound: da geht es wie zu erwarten wieder mal sehr rund: Durch den dicken Mischer kugeln Polka-Beats, eine große Schippe Shantel-Groove, ein paar Fanfare Ciocarlia-Brocken, ein Sack Surf-Gitarre, eine Tüte Oriental-Reggae, natürlich etwas Gypsy-Swing und ein wenig HipHop aus der Generation-Doof-Ecke, der Hipness wegen. Alles zusammen ein gelungener Rundumschlag, bei dem allerdings die Bemühungen um eine popmusikalische Verwertbarkeit bzw. eine Annährung an die Youngster-Generation immer wieder deutlich auszumachen sind. Die Zeiten einer Fußgängerzonenkapelle sind damit endgültig vorbei.

www.jawala.de

Die beiden vorherigen Alben:
The Ride
Live In Caracas