Neue Platten

Kitty Hoff - Plot Point Sieben

Genre: Pop Jazz
Label: Herzog Records (Soulfood)
CD; VÖ: - 26.02.2016

Das Leben ist Veränderung. Davon kann Kitty Hoff inzwischen mehrere Liedchen singen. Seit ca. 2006 ist sie und ihre Band nun so etwas wie ein Geheimtipp in der deutschsprachigen Pop-Jazz-Retro-Chanson-Szene. Auf mild getrimmtes Lied-Repertoire zwischen Vergangenheit und Gegenwart, textlich sehr anspruchs-, aber auch humorvoll, musikalisch auf Top-Niveau.
Das sechste Album ist jetzt also im Kasten bzw. im Regal und optisch hat sich schon mal ein kleiner Wandel eingestellt. Nach Stehlampe-am-Nierentisch-Ambiente hat es sich die Frau aus Münster (jetzt Berlin) nun in der Gegenwart gemütlich gemacht, hat das alte Bühnenoutfit abgelegt, sich in der Hip-Boutique um die Ecke neu eingekleidet, das Forêt-Noire-Image in die Tonne getreten und die Band teilweise abgespeckt bzw. neu formatiert. Kitty Hoff (und Band) wirken verjüngt und jetztzeitiger. Und das hat sich natürlich auch auf die neuen Stücke übertragen. Die poetische Leichtigkeit ist zwar geblieben, dafür kommt stilistisch der Pop-Jazz jetzt deutlicher zum Tragen, die Arrangements sind fülliger und souliger geworden, Trompeten und Saxophone inklusive, das Chansonhafte tritt einen Schritt zurück. Und – jetzt kommt’s – Kitty Hoff brilliert neuerdings als „additional keyboard player“ mit Hang zum Melancholisch-Getragenen. Sehr schön.
„Plot Point Sieben“ hat einen mutigen Sprung nach vorne unternommen. Ein Rundum-Update, über das man sich freuen kann.

www.kittyhoff.de

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