Neue Platten

Manu Katché - Unstatic

Genre: Jazz Rock
Label: Anteprima Prod. (Broken Silence)
CD; VÖ: - 11.03.2016

Der in Ehren ergraute Peter Gabriel war für den französischen Drummer Manu Katché so etwas wie ein Türöffner. Nachdem Katché 1985 in die Studioband des Real-World-Chefs berufen wurde, dauerte es nicht mehr lange, bis auch Sting, Robbie Robertson oder Jan Garbarek auf ihn aufmerksam wurden. Ziemlich schnell gelang es Katché dank seiner saloppen und inspirierenden Spielweise, zu einem der gefragtesten Session-Schlagzeuger der weltweiten Pop-, Rock- und Jazz-Szene aufzusteigen. Im Jahr 2018 kreuzt er sein 60. Lebensjahr an und kann es als Tausendsassa der Studio-Szene inzwischen etwas lässiger angehen. Eigene Belange treten da wieder etwas mehr in den Vordergrund.
„Unstatic” ist mittlerweile sein 7. Solowerk seit 1991 und da kann er es sich natürlich auch leisten, für solche Unternehmungen Kollegen ins Haus zu holen, mit denen er problemlos und locker vom Hocker drauf los jammen kann. Die Sessions auf „Unstatic” sind entsprechend von einer sehr relaxten Atmosphäre geprägt, ohne allerdings mordsmäßig aufregend zu sein. Die Songs plätschern entkrampft vor sich hin und lassen den Frontmusikern viel Raum für ihre Improvisationen. Katché selbst trommelt eher defensiv aber auch durchaus überlegt. Solisten wie Nils Landgren (Posaune), Luca Aquino (Trompete) und Jim Watson (Keyboards) sorgen für viel Jazz-Feeling, Ellen Andrea Wang am Bass grundiert die Songs mit einer perfekten Tiefton-Performance. Lediglich Tore Brunberg nölt mit seinem Saxophon irgendwo zwischen nervigem Kenny G und anstrengendem Jan Garbarek, ist also immer auch etwas unerquicklich. „Unstatic” ist daher ein eher redlich-harmloses und weniger ein richtig spannendes Album.

www.manu-katche.com