Neue Platten

Jeremy Loops - Trading Change

Genre: Folk Pop
Label: Jeremy Loop (Indigo)
CD; VÖ: - 25.03.2016

Jeremy Hewitt ist ambitionierter Umwelt-Aktivist in Südafrika. Sein alter Ego ist von Beruf Folkpop-Rocker und hört auf den Namen Jeremy Loops. Jeremy darf also doppelte Sympathien einfahren. Ursprünglich begann er als One-Man-Band auf der Straße. Inzwischen ist sein Bekanntheitsgrad im Land der guten Hoffnung aber dermaßen gestiegen, dass sich ein Ausbau sowohl musikalisch als auch personell nicht mehr vermeiden ließ. Daher also jetzt das Debutalbum in Quartett-Form und mit dem vielseitig interpretierbaren Titel „Trading Change“.
Die Songs auf diesem Album sind eher bodenständig, also vorwiegend akustisch, jedoch immer auch griffig bis radiokompatibel. Loops bedient vor allem die Singer/Songwriter-Klientel, die aber auch mit fröhlichem Folkpop etwas anzufangen weiß. Den erzeugt er vorwiegend mit der akustischen Gitarre, mit Banjo und – als südafrikanisches Element ganz wichtig – mit der Mundharmonika. (Scherz Ende). Ein wenig afrikanisches Flair kann man bei dem einen oder anderen Songs auch noch heraushören, vergleichbar etwa mit den indigenen Anteilen in den Songs seines Landsmanns Johnny Clegg. Ansonsten könnten vor allem die munter vor sich hin stampfenden Teile des Repertoires auch aus dem australischen Outback stammen. An Gästen gibt Jeremy Loops vor allem dem schwarzen Hiphopper Motheo Moleko aus Kapstadt die Ehre, dessen Raps aber auch wieder, wie bei den meisten Kollegen dieses Fachs, immer ein wenig prollig bis unterbelichtet klingen. Des Weiteren mischen drei weitere Sänger/Innen mit, die aber allesamt recht farb- bis harmlos bleiben. Der Hype, der um Jeremy Loops good-vibes-music inzwischen in Südafrika veranstaltet wird, ist also zumindest aus europäischer Sicht erst mal nicht so recht nachvollziehbar. Dafür ist das, was er hier bietet, ein bisschen zu unverfänglich.

www.jeremyloops.com