Neue Platten

Faada Freddy - Gospel Journey

Genre: Soul HipHop R’n’B
Label: Caroline (Universal)
CD; VÖ: - 29.04.2016

Jetzt steht er also ganz alleine da, der Abdou Fatcha Seck, der sich aber lieber Faada Freddy nennen lässt. Ganz alleine ohne seine Band Daara J und auch ohne die Daara J Family. Ganz alleine im Studio, um „Gospel Journey” aufzunehmen, sein erstes Soloalbum. Mit anderen Worten: Dies Album ist ein Acappella-Werk, was anfangs erst mal nicht groß auffällt, aber bei genauem Hinhören immer signifikanter wird. Ein Solo-Album, das zwar klar den Mainstream bedient, aber, als Ausnahme von der Regel, zur Abwechslung auch von alternativeren Ohren wohlwollend zu Kenntnis genommen werden kann. Der Freddy hat also was drauf. Das wußte man zwar schon aus Daara J-Zeiten, aber so allein auf weiter Flur, als solitärer Stimmakrobat, zeigt sich der wahre Künstler.
Alle elf Songs dieser CD sind Coverversionen von mehr oder weniger bekannten Urhebern. Der Opener „Letter To The Lord” stammt beispielsweise von Irma, einer Songwriterin und Sängerin aus Kamerun, die sich, ebenfalls wie Freddy, im Paris Exil befindet. Oder wir haben „Generation Lost” von den Punk-Rockern Rise Against aus Chicago. Oder „Lost” von der Kanadierin Grace (Young). Man sieht (oder besser hört), der Mann aus dem Senegal ist vielseitig veranlagt. Was er auf dieser CD auch perfekt rüberbringt. Mal lehnt er sich an Michael Jackson an, mal interagiert er mit einem Kinderchor oder bedient sich seiner Muttersprache Wolof. Oder er wird zur Beatbox.
Keine Frage: Faada Freddy hat’s drauf. Ein Könner zwischen Blues, Gospel, HipHop und Soul. Seine Gesangsexperimente können überzeugen und haben ein sicheres Gespür für Harmonie

www.faadafreddy.com