Neue Platten

Building Instrument - Kem Som Kan Å Leve

Genre: Dream Pop
Label: Hubro (New Arts International)
CD; VÖ: - 22.04.2016

Hinter diesem doch etwas konstruierten Bandnamen verstecken sich drei norwegische Musiker, die sich für ihr zweites Album mit dem 1948 verstorbenen deutschen Maler (und Dichter) Kurt Schwitters (zumindest im Geiste) verbrüdert haben. Die sechs Stücke dieses Albums wurden anlässlich einer Kurt Schwitters Ausstellung in Oslo live aufgeführt und sollen die Parallelen zwischen dem freigeistigen Denken des Künstlers und dem der Band verdeutlichen. Auffälliges Zeichen ist der großzügige Umgang mit Sprache bzw. Gesang, wobei Sprache und Laute allmählich miteinander verschmelzen. In ähnlicher Weise wurden auch die Stücke selbst inszeniert. Viele Klangquellen verbinden sich in einer Art paste-and-copy-Technik zu einem Soundgebilde, das man am ehesten mit der Vokabel „Dreampop” bezeichnen kann. Das markanteste Merkmal ist hierbei die Stimme von Mari Kvien Brunvoll, die engelsgleich und mit Zither, Membranophon und Sampling eine Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits schafft. Åsmund Weltzien (Elektronics) und Øyvind Hegg-Lunde (Percussions) liefern das schwärmerische Drumherum. Ein wenig überirdisch, aber trotzdem gut hörbar.

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