Neue Platten

Mop Mop - Lunar Love

Genre: Indie Pop
Label: Agogo Records (Indigo)
CD, Doppel-LP; VÖ: - 06.05.2016

Der 1. März 2013 kann unbesonnen als ein denkwürdiges Datum in der Musik­geschichte eingeordnet werden. Da erschien nämlich Mop Mops Album Isle of Magic und das war so etwas wie die Schwarzwälder Kirschtorte im Reich der Backerzeugnisse. Der 6. Mai 2016 dürfte einen ähnlich prominenten Platz in der Pophistorie einnehmen, denn da wurde der Nachfolger mit dem spacigen Titel „Lunar Love” in die Umlaufbahn geschickt. Und auch hier wieder eitel Sonnenschein und Sternenstaub. Der Mann hinter Mop Mop, der Italiener Andrea Benini, hat die nächste Stufe seiner Groove-Maschine gezündet. Und das bedeutet einmal mehr lässige TripHop-Mucke vom Feinsten, also jede Menge Dub-Reggae, Tribal-Beats, Black Jazz und soulige Riddims. Am Start beteiligt erneut eine Heerschar von Helfershelfern, die mit Piano, Vibrafon, Balafon, Marimba, Hang, Drums, marokkanischer Perkussion und viel Elektronik die vier Teile dieser groß angelegten Space-Odyssey würzen. Aufgenommen natürlich wieder mit analoger Vintage-Gerätschaft, damit der Schmuuv stimmt. Den Spoken-Word-Part übernimmt auch diesmal wieder der in Trinidad geborene Poet und Schriftsteller Anthony Jospeh, der Gesang kommt von dem Berliner Soulman Wayne Snow und Annabel (lee), die auf Ninja Tune veröffentlicht.
„Lunar Love” ist eine überaus kunstvoll und vielschichtig angelegte, aber auch glänzend ausbalancierte Kopfmusik, die durch ihre wohlige Wärme wie eine kleine Höhensonne wirkt. Der Flow ist butterweich und speziell die Instrumente Hang und Marimba, aber auch die elektronischen Klangwälle sorgen für magische Momente. Alle Daumen hoch!

www.mopmop.com