Neue Platten

Omer Avital - Abutbul Music

Genre: Jazz
Label: Jazz Village (Harmonia Mundi)
CD; VÖ: - 06.05.2016

Was zum Teufel ist „Abutbul Music”? Omer Avital, Sohn jemenitisch/marokkanischer Eltern, klärt auf: „Abutbul” ist sein eigentlicher Familienname, der von seinem Vater in „Avital“ umgewandelt wurde, um eine stärkere isrealische Identität auszustrahlen, als die Familie nach Israel emigrierte. Und weil Sohn Omer diesen Namen immer schon liebte und er an alte familiäre Wurzeln erinnert, hat er diese Vokalbel zum Namensgeber dieser CD gemacht.
Omar Avital spielt Kontrabass und hat sich für „Abutbul Music” ein paar vortreffliche Landsmänner an seine Seite geholt: den Pianaisten Yonathan Avishai, die Saxophonisten Asaf Yuria und Alexander Levin sowie den Drummer Ofri Nehemya. Und wie man sich denken kann, geht es hier vorwiegend um Jazz, der sich einerseits aus arabischen bzw. aus Quellen des Mittleren Ostens oder denen des Maghreb speist, andererseits aber auch der New Yorker Jazz-Szene Tribut zollt, zu der Avital nun schon seit Jahren gehört. Pianist und Saxophonisten finden auf dieser CD eine ausgedehnte Spielwiese der Improvisation vor. Viele Stücke verlaufen zwar nach dem Schema „Intro - Impro - Outro”, verfügen aber auch über sehr viel Komponiertes, auf dass es einem als Hörer nicht langweilig werde. Vor allem die Stücke, die auf einem arabischen Fundament aufgebaut sind, können überzeugen und beweisen, dass man mit schräger Taktung viel Interesse wecken kann. Das Album endet mit einem „middle eastern funk“, der seinem Namen alle Ehre macht, denn die beiden Saxer geben hier alles, auch wenn sich der Mittlere Osten hier manchmal nach Kuba anhört
www.omeravital.com

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