Neue Platten

Svarteper - Svevestøv

Genre: Indie Folk Rock
Label: Heilo (Galileo-MC)
CD; VÖ: - 22.07.2016

Ein Album, das Rätsel aufgibt. Der Name der norwegischen Band „Svarteper“ bedeutet übersetzt „Schwarzer Peter“ und den Titel der CD „Svevestøv“ übersetzt man mit „Feinstaub“. Wie geht so etwas zusammen? Zumal in Norwegen diese kleinen Schmutzpartikel eher selten vorkommen. Aber es kommt noch schräger: Svarteper machen eine seltsame Mischung aus rumpelndem Folkrock und halbgarer Psychedelia. Erklärt werden kann diese musikalische Gemengelage wohl aus der Person von Herman Kvelprud, dem Kopf der Band. Er stammt ursprünglich aus dem norwegischen Outback zwischen Oslo und Bergen, da wo sich Elch und Schneeeule gute Nacht sagen. Und in seinen Songs geht es hauptsächlich um die Aggregatzustände eines Mannes, der hin und hergerissen ist zwischen Jugend und Erwachsensein, aber auch zwischen Stadt- und Landleben. Kvelprud hat viel zu sagen, das kann man auf dem klappbaren Poster-Booklet deutlich ablesen. Nur leider ist alles auf norwegisch und daher nur mit großem Aufwand ins Deutsche übertragbar. Die Musik dagegen ist kosmopolitischer, wenn auch nicht gerade von offenherziger Harmonie geprägt. Bei vielen Songs ist ein mehrmaliges Wiederkäuen vonnöten, um hinter alle rhythmischen und instrumentellen Spitzfindigkeiten zu kommen. Der Werkzeugkasten der Musiker ist entsprechend umfangreich: diverse Gitarren (von Bariton bis Slide und Mandoline), alle möglichen Keyboards (von Synthie über Rhodes bis Wurlitzer und Harmonium), einiges an Perkussion sowie ein paar Gastmusiker, die mit Sitar, Cello, Saxophon und Flöten zugange sind. Für alle die Vergleiche mögen: „Svarteper“ sind so etwas wie die gemäßigte Ausgabe des „Kaizers Orchestra“.

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