Neue Platten

Malia - Malawi Blues / Njira

Genre: Soul Pop Jazz Afrika
Label: MPS (Edel Kultur)
CD; VÖ: - 30.09.2016

Es spricht schon sehr für die kreative Vielfalt, mit der Malia ihre Karriere Stück für Stück fortschreibt. Nach dem Nina-Simone-Tribute Black Orchid und einem Ausflug in die gepflegte Club-Elektronik (Convergence) begibt sich die Afrikanerin als gereifte Künstlerin nun zurück zu ihren malawischen Wurzeln. Und es ist ein wenig ein Rückblick in Wehmut, wie es der CD-Titel ja schon andeutet. Soul-Jazz der gereiften Art könnte man es auch nennen. Neben englisch greift Malia hier mehrmals auf ihre Muttersprache Chichewa zurück und verleiht den Titeln dadurch eine Kraft, die aus der Tiefe Afrikas kommt. Bei den meisten getragenen Songs steht das Piano im Vordergrund, gespielt von Alex Wilson, ergänzt durch afrikanische Perkussion, etwas Gitarre und eine Standard-Rhythmus-Gruppe aus Drums und Kontrabass.
Alle Songs dieser CD sind geprägt von einer starken Ausdruckskraft, einer sehr tiefgreifenden Emotionalität, mit der Malia stets aufs Neue überzeugt, egal in welchem stilistischen Kontext sie sich gerade bewegt. „Let Me Breathe“ beispielsweise geht trotz der relativ sparsamen Instrumentierung ohne Umwege unter die Haut und der bluesige Henri-Mancini-Titel „Moon River“ glänzt durch die latent vorhandene Sinnlichkeit.
Malia hat also auch mit diesem Album wieder eine ganz persönliche Atmosphäre geschaffen, mit der sie durchgängig punkten kann und die immer wieder beeindruckt.


www.malia-music.de

Außerdem:
Young Bones