Neue Platten

Alsarah and the Nubatones - Manara

Genre: World Afrika Sudan Nubian Pop
Label: Wonderwheel Recordings (Galileo MC)
CD; VÖ: - 30.09.2016

Nubische Musik aus dem Herzen von New York. Der Big Apple macht seinem Namen mal wieder alle Ehre. Alsarah stammt ursprünglich aus Khartum, der Hauptstadt des Sudan und gelangte über den Jemen in die USA bzw. New York. Klar dass man bei diesem Lebenslauf versucht, seine Wurzeln bzw. Herkunft zu wahren, wenn man sich musikalisch ausdrücken will. 2011 entstand ihre Band „The Nubatones“, 2014 erschien das erste Album „Silt“ und nun ist „Manara“ angesagt, eine Sammlung afrikanisch-nubischer Songs, die laut Aussage der Band keine Weltmusik, sondern „East-African Retropop“ sein soll. Fakt ist auf jeden Fall, dass die Musik, wie Vieles aus Ostafrika, leicht ins Ohr geht und sehr beschwingt, melodiös und locker klingt. Zu der 5-köpfigen Band mit Oud, Trompete, viel Perkussion und noch mehr Gesang gesellen sich als Gäste Akkordeon, Violine und Keyboards. Alsarah hat als singende Chefin eine sehr angenehme Stimme, die ein wenig an die Äthiopierin Ejigayehu Shibabaw erinnert, die auch unter dem Namen „Gigi" bekannt ist. Alsarah verleiht allen ihren Songs eine sehr geheimnisvolle Note und versteht es wunderbar, ihrer Heimat ein musikalisches Gesicht zu geben. Die US-amerikanischen Umgebung, die nun ihr neues Zuhause ist, hat gottseidank keinen Einfluß auf den Sound; weder Rap noch Funk noch Soul tauchen im Set der Band auf. Und das ist gut so.

www.alsarah.com

Schon etwas älter:
The Rough Guide To The Music Of Sudan