Neue Platten

Lekan Babalola - Songs Of Icon

Genre: AfroBeat/Jazz/Leftfield
Label:Mr. Bongo (Cargo)
Do-CD, VÖ: - 11.08.2006

Wem der Name Lekan Babalola so ad hoc nichts sagt, dem kann hier kurz geholfen werden. Der Sänger und Perkussionist aus Nigeria war einst einer der Mitstreiter von u. a. Fela Kuti, Miles Davis, Tony Allen und Roy Ayers. Ein Afro-Jazzer von altem Schrot und Korn. Er gehört also nicht unbedingt zur Newcomer-Generation und doch wird er von der jungen Remixer-Fraktion immer wieder gern durch die Festplatten-Mühle gedreht. Seine Musik hat Drive, einen ordentlichen Groove am Bein und hält die Glieder in Bewegung. Grund genug also, ein Album aufzulegen, das sowohl seine von der afro-kubanischen Santeria beeinflussten Original-Werke vorstellt, als auch diverse Remixe von einschlägig bekannten Musiker-DJs zum Thema hat.
CD 1 mit den waschechten Babalola Tunes. Kraftvoller Westafrika-Jazz zwischen kitzelndem Funk und ausladender Improvisation, aufgeweckte schwarze Gospelchöre hier und da sowie schmusiger Smooth-Jazz zur Abwechslung. Immer dabei eine Menge Blechgebläse und natürlich Babalolas Vorzeigestück „Oya”, bester Afro-Beat für die Jazz-Disko.
CD 2 mit 9 Remixen von u. a. Mark de Clive-Lowe, Bob Sinclair, Phil Asher und Afronaut. Eine gute Stunde lang Broken Beats à la africaine, markige Dancetracks mit einer Vielzahl von produktionstechnischen Highlights. Auch hier wieder „Oya” in Bestform, in drei verschiedenen Versionen.
Coole Sache also, alt und neu unter einem Hut und wieder ereilt einen die Erkenntnis, daß afrikanischer Jazz eigentlich nie verstauben kann.

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