Neue Platten

Véronique Vincent & Aksak Maboul - 16 Visions of Ex-Futur

Genre: Indie Elektro Pop
Label: Crammed Discs (Indigo)
CD; VÖ: - 14.10.2016

Zum besseren Verständnis dieser CD muss man mal etwas weiter ausholen und ein wenig „Namedropping“ betreiben: Véronique Vincent war einst die Sängerin der Brüsseler „Honeymoon Killers” und „Aksak Maboul” eine Band ebenfalls aus Belgien, die von Marc Hollander (dem jetzigen Labelchef von Crammed Discs) und seinem Freund Vincent Kenis gegründet wurde. Kenis war ebenfalls Mitglied der Honeymoon Killers.
Somit haben wir schon mal die wichtigsten Eckdaten dieses Albums. Das oben genannte Trio war bereits in den frühen 80ern zugange und stand damals kurz vor der Veröffentlichung eines Albums, das sich „Ex-Futur” nennen sollte. Aber man entschied sich, das Projekt fallen zu lassen: zu weit vorne für die damalige Zeit, war die gemeinsame Ansicht. Jetzt, 30 Jahre später, hielt man die Zeitspanne für angemessen, erneut an den Start zu gehen. 2014 erblickte das Album „Ex-Futur” das Licht der Popwelt, das teilweise noch auf alten Cassetten-Demos basierte.
Und weil das Echo auf diese Scheibe so immens hoch war, waren im Nu Cove­r­versionen und Neubearbeitungen im Gespräch, die nun auf dieser CD zusammengefasst sind. Und da hat sich wahrlich etwas Hörenswertes zusammengebraut. Aus Finnland, Kalifornien, Frankreich, Deutschland, England und Norwegen kommen die Künstler, die sich die alten Tracks zur Brust genommen haben, um sie dem Recyclingprozess zu unterwerfen. 16 Perlen der Elektro-Pop Welt sind so entstanden, die von amüsant bis cool reichen. Burnt Friedman stöbert da zum Beispiel tief in seiner Elektrokiste, Laetitia Sadier (Stereolab) säuselt sehr weiblich und vertäumt ins Mikro und der Finne Jaakko Eino Kalevi macht aus „Itken Aina” eine schwärmerische Mystic-Pop-Nummer. Aus alt mach neu und sehr gelungen noch dazu!

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