Neue Platten

Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou - Madjafalao

Genre: Afrika Benin
Label: Because Music (Alive)
CD; VÖ: - 04.11.2016

Wo liegt Benin noch mal? Richtig. In Westafrika, zwischen Nigeria und Ghana. Eine Gegend mit einer langen und vielseitigen musikalischen Tradition. Die Schallwellen von Fela Kuti brauchten nicht lange zu reisen, um auch in Benin auf offene Ohren zu stoßen. Parallel zu seiner Karriere begann die des Orchestre Poly-Rythmo. Clément Melome gründete 1968 die Band und fungierte bis zu seinem Tod 2012 deren Chef. Schon damals waren die vielfältigen Rhythmen und Stile DAS Markenzeichen der Bigband. Mit großer Selbstverständlichkeit ging man mit traditioneller Musik aus Benin, mit Felas Afrobeat, mit US-Soul und -Funk, mit Rumba aus dem Kongo oder mit Highlife aus Ghana um. Nach Melomes Tod köchelte die Band allerdings nur noch auf Sparflamme, aber Sänger Vincent Ahehehinnou und Bassist Bentho Gustave (beide seit Anbeginn dabei) sowie Saxophonist Pierre Loko wagten noch einmal einen Neustart. Mit „Madjafalao” ist ihnen das auch sehr gut gelungen, denn der alte Spirit aus den 70ern und 80ern zündet noch immer und die Mischung aus allen möglichen afrikanischen Einflüssen wie z.B. der Voodoo-Religion, der französischen Kolonialzeit und ein paar lateinamerikanischen Zutaten beherrscht das Orchester nach wie vor perfekt. Kraftvolle Bläser, rauher Solo- und charmanter Chorgesang, und eben der Rhythmus, mit dem jeder mit muss, sorgen auf zehn neuen Stücken für eine allseits aufgekratzte Stimmung. Bester Song: die Hymne an den Heimatkontinent „Africa” mit seinem ansteckenden afro-brasilianischen Beat.

www.polyrythmo.com