Neue Platten

The Rough Guide To West African Gold - (V. A.)

Genre: World
Label:World Music Network (Edel)
CD, VÖ - 25.08.2006

Wer mal wieder coole afrikanische Musik hören möchte, wie sie vor dem Einfall von Reggae, HipHop und Charts-Pop geklungen hat, der kann sich mit „West African Gold” einen Volltreffer besorgen. Das wichtigste aus der Zeit zwischen den späten 50ern und frühen 80ern wird hier an Hand von 13 mitreißenden Beispielen nicht gerade uraufgeführt, aber dafür reanimiert und macht einmal mehr klar, daß in Westafrika schon immer die musikalische Kreativität auf hohem Niveau zu finden war. Kitzeliger Afro-Beat von Geraldo Pino & The Heartbeats ist ein erster „Primus inter Pares”, schweißtreibender Roots-Funk der Sonderklasse. Der „Mbalax”-Sound, der vielen sicher erst durch Youssou N’Dour geläufig ist, wurde bereits in der Mitte der 60er erfunden und Saxofonist Dexter Johnson führt hier mit seiner International Band vor, wie man sich das klanglich vorzustellen hat. Schon damals mit von der Partie: der Salsa-Spezialist Laba Sosseh, der heute bei „Africando“ zuhause ist. Weiter geht’s mit frühem nach Hawaii klingendem Highlife, bläsergestützter Schmusemucke aus Guinea, Kompositionen, die heute durch das Orchestra Baobab die große Runde machen oder von Leuten wie Salif Keita in die Zukunft transportiert wurden. Und genau der ist auf Track Nr. 12 zu hören, als Mitglied des legendären Orchestre Rail Band de Bamako aus Mail, aufgenommen in den frühen 70ern. West African Gold ist tatsächlich ein Goldstück in Sachen afrikanischer Musikgeschichte.

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