Neue Platten

Nosizwe - In Fragments

Genre: Rhythm ‘n Soul
Label: Knirckefritt (finetunes)
CD; VÖ: - 25.11.2016

Bei der schwarzen Sängerin Nosizwe Baqua haben wir es mal wieder mit einer Newcomerin zu tun. Sie hat südafrikanische Wurzeln, genießt aber die lebensalltäglichen Annehmlichkeiten des schönen, aber kalten Norwegens, wo sie auch schon einige erfolgreiche Gehversuche im Pop-Geschäft (u.a. als Backgroundsängerin) unternommen hat. Nosizwes pfiffiger Manager nahm derweil die Tatsache, dass sie einen Faible für die (ebenfalls schwarze) amerikanische Musikerin Georgia Anne Muldrow aus LA hat, zum Anlass, einen folgenschweren Kontakt herzustellen. Und so wurden unter deren Fittichen in Las Vegas die Songs für „In Fragments” aufgenommen.
Nun muss man wissen, dass Muldrow eine ausgewiesene Spezialistin in Sachen US-Funk, -Blues, -Soul und -HipHop ist. Folglich hat dies nun auch auf Nosizwe gründlich abgefärbt. Das Album soll zwar nach Nosizwes Aussage den Charakter eines „auf Soul basierten, von Electronica inspirierten, mit Jazz durchzogenen und dem HipHop zugewandten Tagebuchs” haben, Tatsache ist allerdings, dass den 12 Tracks eine gewisse Homogenität fehlt, da versucht wurde, amerikanische und skandinavische Produktionsvorstellungen unter einen Hut zu bringen. Insofern stellt sich der Album-Titel als ziemlich schlüssig dar, bleibt hier doch vieles in Ansätzen hängen. Nosizwe versucht hin und wieder, mit persönlichen Texten und Bildern zu punkten, die mitten aus ihrem Leben gegriffen sind (inklusive 44 Sekunden Kindergequäke), aber letztendlich zählt dann doch der Sound und der kann nicht viel mehr, als was das gängige US-Rhythm-and-Soul-Schema hergibt. Und das ist eher bescheiden. Insofern wird dieses Album auch leider unter „ferner liefen” einzuordnen sein.

www.nosizwe.no