Neue Platten

Pantasonics - Rayos Y Centellas

Genre: Ska Balkan Mestizo
Label: Pantasonics (Soulfire/Galileo MC)
CD; VÖ: - 17.03.2017

Die Pantasonics kommen nicht etwa aus dem hispanischen Sprachraum, wie der Titel ihres neuen Albums vermuten lassen könnte, nein, sie kommen aus dem etwas piefigen Ländle, auch bekannt als Baden-Württemberg, gehören aber ohne Zweifel in die etwas weniger piefige Kategorie „Partyband”. Und was eignet da sich besser zum Gas geben als Reggae, Ska, Balkan-Sounds, Mestizo und Techno-Disco. Man könnte den Stilmix der Band also auch als „Hüpfburg-Style” bezeichnen.
Während einer guten Stunde Spielzeit geht es kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Ausgerüstet mit einer Portion Trompetenblech, einem Akkordeon, einer Hammondorgel, einer Gitarre, einer wuchtigen Rythmus-Fraktion und ein paar Background-Mädels arbeiten sich Leo Molina aka Riddim Kommander und seine Gesellen zügig durch ein Repertoire, das aus dem Sound von La Brass Banda, Äl Jawala und Culcha Candela zusammengesetzt scheint. Jedenfalls macht die Band vor keinem musikalischen Grenzzaun Halt und plündert alles, was sich nach schweißtreibendem Aktionismus anhört. Die meisten Nummern gehen dann auch übergangslos ins Gebein, hören sich sogar ziemlich international an. Den einen oder anderen Aussetzer gibt’s dann aber doch: Da wäre zum Beispiel das „Bellydance Girl”, das wohl eher in die Schublade „Kinderstunde” gehört, der Song dürfte also vorwiegend bei einer Geburtstagsparty von Schulanfängerkids punkten. Und wenn wir gerade schon bei ein wenig Kritik sind: Die Vocals zu „Lion’s Den” klingen doch mächtig überzogen, so nach dem Motto: „Huhu, ich bin der böse Löwe mit der furchterregenden Stimme, alle mal Angst haben”. Sonst aber viel Sonne, wenig Schatten. Weiter so, Jungs.

www.pantasonics.com