Neue Platten

Thomas Motter - Somewhere Out There

Genre: FunkSoulJazz
Label: Rodenstein Records
CD; VÖ: - 24.03.2017

Wohl dem, der stets eine ordentliche Portion Vitamin C im Gepäck hat. „C” steht allerdings in diesem Fall nicht für Ascorbinsäure, sondern für „Connections”. Und in dieser Hinsicht ist der in Heidelberg beheimatete Keyboarder Thomas Motter ein sehr gut ausgestatteter Soul-, Funk- und Jazzmusiker, dessen musikalische Verdrahtungen vor allem bis in die USA reichen. So ist denn auch sein 2017er Album „Somewhere Out There” nicht nur eine gut gefüllte Tüte Souljazz, sondern hat in Sachen Gästeliste auch wieder einige illustre Namen zu bieten. Da hätten wir am Bass Mr. Victor Bailey, der u.a. auch schon für Joe Zawinul zu Werke gegangen ist, wir haben Bill Evans am Saxophon, der bereits Herbie Hancock und John Scofield unterstützt hat. Und wir haben eine stattliche Riege von gesangserfahrenen Damen, die zum Großteil auch schon auf Lost and Loved zu hören waren.
Heißt im Klartext: gut geölter Soul-bis-Funk-Jazz, der im Innersten seines Grooves vor allem in den Staaten verankert ist. So unterscheidet sich dieses Album stilistisch kaum von seinen Vorgängern und kann für sich beanspruchen, geradliniger Club-Jazz zu sein, der gänzlich ohne avantgardistischen Anspruch auskommt, also auf Nummer sicher geht, kaum aneckt, dafür dem Hörer aber eine Menge solistischer Intermezzi beschert. Nix Umwerfendes, dafür aber wertbeständig.

www.thomasmotter.de

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