Neue Platten

Alexandra Savior - Belladonna of Sadness

Genre: Indie Pop
Label: Columbia Records (Sony)
CD; VÖ: - 07.04.2017

Das gute am weitläufigen Pop-Garten: es kommt immer junges Gemüse nach, auch wenn die alten Knorzer oftmals nicht aufgeben wollen. Zum ganz frischen Nachwuchs zählt Alexandra Savior, eine Frau mit viel Potenzial und einem knackigen Debutalbum im Gepäck. Das wurde zwar mitproduziert vom allseits respektierten Arctic-Monkeys-Gitarristen Alex Turner, aber auch der konnte der kleinen Alexandra nicht die Butter vom Brot nehmen. Zu viel Substanz ist in dem, was die Braut aus Portland auf der Schippe hat und was aber erst in England so richtig zum Tragen kam, wo sich die Dame derzeit aufhält. „Belladonna of Sadness” ist auf jeden Fall etwas richtig Schnuckeliges, das man sich ohne rot werden zu müssen, auf den Stream packen kann. Denn sowohl gesangstechnisch, als auch vom instrumentellen Beiwerk her, ist hier alles richtig gemacht worden. Alex’ Stimme klingt girlie-mäßig sehr abgeklärt und selbstbewußt. Schließlich hat sie sich viel von ihren Vorbildern abgekuckt, die da heißen Nico (Velvet Underground), Nina Simone und Billie Holiday, alle drei Damen mit einer ziemlich unruhigen Biografie. Insofern passt auch der Albumtitel ganz gut und macht neugierig auf eventuell mehr.

www.alexandrasavior.com