Neue Platten

Ephemerals - Egg Tooth

Genre: Soul Funk
Label: Jalapeño Records (Groove Attack)
CD; VÖ: - 21.04.2017

Don’t change a winning team. Nach dieser Maxime gehen die britischen Ephemerals in die nächste Runde. In gleicher Besetzung wie auf Chasin Ghosts beweist auch „Egg Tooth“ wieder, dass sich jazziger Funk made in UK durchaus auf hohem Niveau abspielen kann.
Neben den klassisch arrangierten Tracks hat die Band um den schwarzen Sänger Wolfgang Valbrun nun auch noch ein paar Streicher und eine Harfinistin gebucht, die helfen sollen, das eh schon breit angelegte Spektrum weiter zu verfeinern. Gut nachzuvollziehen z.B. auf dem oppulent angelegten Stücken „The Omnilogue“ und „Cloud Hidden“, die fast etwas an das Cinematic Orchestra von Jason Swinscoe erinnern.
Ansonsten aber wieder viel Knackiges und Griffiges in Sachen Afrobeat bis Hiphop-Grooves, umrahmt von der bewährten Bläserabteilung und dem Einsatz von Gil Scott Heron, der auf dem Titel „And If We Could, We’d Say“ seine gesammelten Lebensweisheiten in Form einer spoken-word-Message unter die Leute bringt.
Bei dem etwas retro angelegten Titel „Get Reborn“ bekommen wir dann auch endlich einen dezenten Hinweis darauf, warum das Album den etwas seltsamen Titel „Egg Tooth“ trägt. Ein „Eizahn“ wird von Eischlüpfern quasi als Brechstange in ein neues Leben benutzt. Wir merken schon, die Ephemerals sind keine 08-15-Funker, sondern haben auch intellektuell durchaus was auf dem Kasten. Es lohnt sich auf jeden Fall, die neuen 12 Stücke genauer unter die Hör-Lupe zu nehmen, zumal immer wieder gerne und verstärkt mit stilistischen Ideen experimentiert wird, die eigentlich für eine Soul- und Funk-Band eher untypisch sind.

www.ephemeralsmusic.com