Neue Platten

Masaa - Outspoken

Genre: Jazz
Label: Traumton Records (Indigo)
CD; VÖ: - 12.05.2017

Der Fundus, aus dem die Jazzband Masaa schöpft, scheint immens groß zu sein, denn auch beim dritten Album der vier Herren aus Berlin sind Verschleiß­erscheinungen nicht zu erkennen. Der eindrucksvolle Flow, mit dem sich das Repertoire fast schon wie ein Perpetuum Mobile von Track zu Track immer wieder neu erfindet, hat schon etwas Suggestives, das den Geist des Hörers beflügelt. Die gelungene Symbiose aus arabischer Lyrik bzw. Poesie und packendem Jazz geht sofort unter die Haut. Vor allem natürlich dank Rabih Lahoud, der als gebürtiger Libanese nicht nur mit einer weltoffenen Geisteshaltung, sowie einer vielsprachigen Sozialisation ausgestattet ist, sondern es auch dank seiner wunderbaren Stimme versteht, jede Menge Empathie aus dem Stand weg zu erzeugen. Zweiter wichtiger Baustein von Masaa: Marcus Rust, der Trompeter, der ein klarer Fall von „muss man auf jeden Fall mal gehört haben“ ist. Sein Spiel ist warm und melodisch, verheddert sich nie in unnötigen Kinkerlitzchen und kommt dabei der Ausstrahlung eines Ibrahim Maalouf sehr nahe. Christian Pötzsch am Piano und Demian Kappenstein am Schlagzeug vervollständigen dieses überaus respektable Quartett, das dank einer klaren und lebendigen Songstruktur, einer raffinierten Rhythmik und einer offen zutage tretenden Emotionalität luftige Brücken schlägt zwischen Abend- und Morgenland. Da liegt Magie in der Luft.

www.masaa-music.com

Bisher:
Freedom Dance
Afkar