Neue Platten

Rebeca Lane - Alma Mestiza

Genre: HipHop / Rap
Label: Flowfish Records (Broken Silence)
CD; DL; VÖ: - 09.06.2017

Als Feministin, Aktivistin und Anti-Machismo-Kämpferin steht Rebeca Lane aus Guatemala zweifelsohne auf der richtigen Seite. Sie versucht u.a., die Gräueltaten der Militärdiktatur in ihrer Heimat publik zu machen, sie berichtet über die Unterdrückung der Frauen und prangert soziale Missstände an. Sie bezeichnet sich selbst als Kriegerin, trägt diverse Tattoos und spricht die martialische Sprache des HipHop, den sie auch lehrt. Das alles hat sie nun auf dem Album „Alma Mestiza“ mit 14 Songs auf den Punkt gebracht. Eigentlich ein sehr löbliches Unterfangen, wenn da nicht die sogenannte Kultur des HipHop bzw. Rap wäre, die in ihrer ungehobelten und einfältigen Ausdrucksart alles andere als intelligent erscheint und dazu noch durch ihre uniforme Gestik ziemlich albern und infantil rüberkommt.
Leider zieht sich der Rap wie ein dickes rotes Tau durch das gesamte Album und wertet es notgedrungen stark ab. Schade um die Message. Die hätte eine bessere Ausdrucksform verdient, bzw. man hätte sie weitaus feinsinniger unter die Leute bringen können. Denn das, was im Allgemeinen mit dem monotonen bis aggressiven Sprechgesang Hand in Hand geht, ist in der Regel eine eher ärmliche Musikuntermalung. Auch hier liegt diese CD voll im Trend, d.h. über simpel gestrickte Beats und maue Instrumentierung kommt das Album nur selten hinaus und ist daher auch nur sehr mühsam zu konsumieren.

www.rebecalane.com