Neue Platten

Alma - Oeo

Genre: Alternative Folk
Label: col legno (Harmonia Mundi)
CD; VÖ: - 16.06.2017

Musik, die ohne ein Schielen auf Modeströmungen auskommt, ist halt immer wieder sehr erfrischend und dazu noch wertbeständig. Das österreichische Quintett Alma ist ein Klangkörper, der sich dem Diktat des Volksmusik-Mainstreams erfolgreich widersetzt und sich trotzdem dank seiner heimatverbundenen Arbeitsweise eine hippe Nische erobert hat, die Tradition mit Moderne kunstvoll verbindet. Mit drei Geigen, einem Kontrabass und einem Akkordeon bedient die Band ein Spannungs­feld zwischen Klassik, nationaler und internationaler Volksmusik, wie man es nur selten geboten bekommt. Ob fidele Geigenstücke aus Skandinavien, urige Bergjodler, zünftige Alpenlandler, klassische Kirchen- oder süditalienische Emotionsmusik - alles verwandeln die fünf Musiker/Innen von Alma in ein klangliches Miteinander, bei dem Genregrenzen verschwimmen und völlig neue Transparenzen entstehen. Es ist ernst­hafte Musik, die mit spielerischer Leichtigkeit Gefühle freisetzt, die sowohl melancholischer als auch humorvoller Natur sein können. Besonders hervorzuheben ist zum einen das wunderbare Stück „Questa Mattina”, das aus dem großen Fundus der italienischen Volksmusik stammt und bei dem Alma sowohl gesanglich, als auch instrumental zur Hochform auflaufen. Zum anderen ist da noch die perfekt gelungene Symbiose einer zärtlichen Anton Bruckner-Motette mit ausgelassener Traunviertler Tanzmusik. Aber auch der Rest ist formvollendeter Crossover-Folk.
Die CD ist untertitelt mit: „ … irgendwo zwischen Heimaterde und einem dunklen All”. Ein leicht nachzuvollziehender Satz, denn Alma bieten dem Hörer mit „Oeo” einen breit angelegten Klangkosmos an, der wesentlich weitläufiger ist, als nur von Wien bis Bregenz.

www.almamusik.at

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