Neue Platten

Offshore - Preen

Genre: Jazz
Label: Klaeng Records
CD; VÖ: - 01.09.2017

Offshore klingt erst mal nach Bohrinsel und weniger nach Jazz. Gebohrt wird aber dennoch viel. Nach neuen Sounds nämlich und nach Alternativen zu gängigen Formaten. Die fünf Offshore-Herren sind allesamt Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und somit ausgewiesene Kapazitäten auf ihren jeweiligen Instrumenten. Als da wären: Tenor-/Sopran-Saxophon, Vibraphone, (E-)Piano, Bass und Schlagzeug. Ein gängiges Lineup zwar, aber die Würzung liegt in der kompositorischen und ausgeführten Ideen-Leistung der Band. Man schielt permanent nach neuen Klängen, hat ein offenes Ohr für Ungewöhnliches, hat ein flinkes Händchen für Spontaneität und scheut vor keinem vermeindlichen Stilbruch zurück. So kann sich der sportliche Jazzfan schnell mit dieser Art von Musik anfreunden, auch wenn hin und wieder ein paar vulkanelle Ausbrüche für organische Atonalität sorgen, ohne die scheinbar kein Jazzer, der etwas auf sich hält, mehr auskommt. Vor allem das Vibraphon gibt immer wieder Anlass zur Freude, wenn es sich mit dem lyrisch geblasenem Saxophon auf eine Stufe stellt. Nochmal zum Namen der Band: Es gibt ja auch noch die Offshore-Windparks. Da greift der Bandname schon eher, denn für ordentlich Zugluft sorgt das Quintett allemal. Lediglich das Coverartwork lässt einen etwas nachdenklich zurück.

www.offshore-quintett.de