Neue Platten

Tom Jobim - No Tom Da Mangueira

Genre: Brasil
Label:Discmedi (Indigo)
CD, VÖ: - 02.02.2007

„Mangueira” ist in Brasilien ein Zauberwort. Carnaval und Rio de Janeiro sind damit unauflöslich verbunden. Die „Estação Primeira de Mangueira” ist eine der ältesten und traditionsreichsten Samba-Schulen überhaupt und wer es dorthinein geschaft hat, genießt Ansehen und Ruhm. Und genauso berühmt wie die Magueira ist Tom Jobim, der Vater des Bossa Nova. Was liegt also näher, beide Carioca- (Rio de Janeiro-) Phänomene auf einer CD einmal unter einen Hut zu bringen. Eine Hommage an zwei große brasilianische Symbole. Interpretiert von Künstlern, die teilweise selbst schon wiederum als Symbole brasilianischer Kultur gehandelt werden. „Von Tom bis Mangueira” ist ein 14-teiliger Querschnitt durch den arrivierten Teil der MPB, die „Musica Popular Brasileira”, von Gal Costa bis Chico Buarque, von Ney Matogrosso bis Ivan Lins und von Caetano Veloso bis Baden Powell. Die schräge Avantgarde wurde hier sorgsam ausgeklammert. Trotzdem verbreitet dieses Album einen sehr zeitgemäßes Feeling, denn Samba, Bossa und Carneval sind schließlich immer ein Thema. Mangueira allüberall. In jeden Songs wird sie besungen, beschrieben, gefeiert. Ein wahres Feuerwerk an Gefühlen wird hier abgebrannt. Überschäumende Freude und stille Melancholie wechseln sich ab und selbst Tote musizieren da mit Lebendigen: Die 1987 verstorbene Samba-Legende Clementina de Jesus singt Seite an Seite mit Ney Matogrosso und Raphael Rabello – dank moderner Technik. Ein mitreißendes Album und dank seiner Thematik ein nicht alltägliches noch dazu.

www.jobim.com.br