Neue Platten

Women With A Voice - (V. A.)

Genre: Ethno Vocal Jazz
Label:Skip Records (Soulfood)
CD, VÖ - 05.01.2007

Es ist noch nicht allzu lange her, da machte eine gewisse Simphiwe Dana aus Südafrika auf sich aufmerksam. Ihr Album „Zandisile” rangierte kurz nach Veröffentlichung schon weit oben in den Charts sowohl der Jazz- als auch Weltmusikzirkel. Kein Wunder, war doch die Mischung aus Funk, Jazz und Township-Tradition ein ziemlicher Abgeher. Nun ist es ihr vergönnt, eine weitere Top-Produktion mit ihrer Stimme zu bereichern. Sie eröffnet „Women With A Voice”, einen exklusiven Sampler mit den besten Frauenstimmen, die Südafrika derzeit zu bieten hat. Stilvielfalt selbstverständlich mit inbegriffen. Zulu, Jazz-Funk, Kwaito, Swaziland-R’n’B, Classic Jazz, Gospel, das Spektrum dieser Compilation ist beträchtlich. Ebenso das Personal, das hier vorgestellt wird. Neben international bekannten Diven wie Busi Mhlongo (ex Osibisa), die Mahotella Queens oder Miriam Makeba sind es vor allem die nationalen Megastars aus Swasiland, Soweto, Kape Town und Johannesburg, die hier die Sache ordentlich zum Brodeln bringen. Denn Musik aus Südafrika ist noch nie eine Angelegenheit von Traurigkeit gewesen. Auch unter dem Apartheit-Regime nicht. Viele Künstler sind zudem wieder aus dem Exil zurückgekehrt und haben die südafrikanische Szene mittlerweile wieder zu einer viel beachteten Größe gemacht. Und so wundert es auch nicht, wenn viele der gestandenen Frauen auch mit politischen und gesellschaftskritischen Themen aufwarten. Alles verpackt in spannungsgeladene Songs zwischen Tradition und Moderne. Nana Magagula beispielsweise transformiert ein altes Swazi-Lullaby in einen groovende Funk-Nummer, Grannie Thandi Klaasen mit ihrer rauchigen Stimme erinnert auf „Sophiatown” schwer an die gute alte Ella Fitzgerald und Letta Mbulu, die lange mit Quincy Jones zusammenarbeitete, bewegt sich gekonnt zwischen Gospel und Pop. „Women With A Voice” zählt somit unbestreitbar zu den wichtigen Samplern dieser Saison, die man sich zulegen sollte, zumal viele der hier vorgestellten Künstler selbst beim gut sortierten Fachhandel nicht so ohne weiteres erhältlich sind.

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