Neue Platten

Sidewalk Songs & City Stories - (V. A.)

Genre: FreeFolk
Label:Trikont (Indigo)
CD, VÖ - 23.02.2007

Ein neuer tiefer Griff in die Trikont’sche Kuriositäten-Kiste. Diesmal geht es um die amerikanische (vorzugsweise New Yorker) Folk-Bewegung, die man nur noch schwerlich mit dem Begriff „alternativ“ bezeichnen kann, eher greifen da schon trendige Termini wie „AntiFolk”, „FreeFolk” oder „WeirdFolk”. Ein Schubladenbegriff für all das, was in den Vereinigten Staaten lange unter der Ladentheke, im LoFi-Cassetten-Handel oder durch Word-of-Mouth-Propaganda weitergereicht wurde. Die Ursprünge dieser Extrem-Nischen-Musik liegen way back in den 70ern und lassen sich sogar bis nach Woodstock zurückverfolgen. Schräges, Schrulliges, Subversives, aus dem Tritt gekommenes, zum Teil auch „Unkorrektes” hatte zwar über die Jahre nur eine kleine, aber trotzdem sehr aufmerksame Klientel, mauserte sich in Teilen langsam aber sicher zu sogenannter „Roots-Musik” und steht heute mit Acts wie CocoRosie, Devendra Banhart oder Daniel Johnston als heftig umworbene Neue Folk Musik da. Einen wunderbaren Querschnitt durch dieses mitunter wüst wirkende do-it-yourself-Musizieren bietet dieser Sampler. Martin Büsser, Buch-Autor und Journalist, hat ihn zusammengestellt und mit viel Sachverstand ausführlich kommentiert. Von „Frankenstein conquers the World” über „Homos” bis hin zu „Der Führer’s Face” und „Berlin Song” werden hier alle Facetten des schrägen Songwritings sorgsam ausgeleuchtet. Solch eine Differenzierung gibt nicht mal Heimwerkers Werkzeugkiste her.

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