Neue Platten

Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba - Segu Blue

Genre: Westafrika
Label:Out Here (Hausmusik/Indigo)
CD, VÖ - 09.03.2007

Wer gute Musik aus Westafrika hören will, muß mittlerweile schon etwas filtern. Neue Namen sind oft erst einmal ein Buch mit sieben Siegeln und werden nur allzu schnell übersehen. Da helfen wir gerne, gute Tipps zu geben und das Wort zu verbreiten. Und bei „Segu Blue” fällt das auch nicht schwer, handelt es sich hierbei doch um das Debut-Album des Ngoni-Spielers Bassekou Kouyate, der in seiner Heimat Mali allerdings schon lange zu einer festen musikalischen Größe zählt und bereits mit Toumani Diabate und Ali Farka Touré zusammengearbeitet hat sowie Teil des Kulanjan-Projekts mit Taj Mahal ist. Und die Ngoni, die er so meisterhaft beherrscht, ist so etwas wie die Les Paul auf afrikanisch, ohne Strom, komplett hölzern, kora-ähnlich klingend und das Schlüsselinstrument der Griot-Kultur. Seine 3 Mitstreiter auf dieser CD: ebenfalls alles Ngoni-Spieler. Ein Ngoni-Quartett also, derzeit einzigartig auf dem Parkett der Weltmusik. Gut eine Stunde lang kann man sich diesem perfekten Sound hingeben, abgemischt vom Buena-Vista-Social-Club-Mixer Jerry Boys und in Bamako von Yves Wernert aufgenommen. „Nur Ngoni“ wäre sicher nur halb so interessant, weswegen sich zum String-Quartet auch noch diverse Stimmen hinzugesellt haben, weiblich wie männlich. Und das ist das Salz in der Suppe. Die Sache swingt ungemein und hat trotz sparsamer Perkussion enorm viel Drive in der Tasche. „Segu Blue” ist spannende westafrikanische Roots-Musik, ohne altbacken zu klingen. Ein echter Leckerbissen.

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