Neue Platten

Chin Chin - Chin Chin

Genre: JazzFunk
Label:Dialect Recordings (Alive)
CD, VÖ - 25.05.2007

Let’s dance, boyz and girlz! Chin Chin aus New York haben den Soundtrack dazu. Eine 10-Mann-Kombo, die den kultivierten Umgang mit leicht nach hinten geneigtem Retro-Sound pflegt, leicht jazzig, schwer funky und hart rockig. Curtis Mayfield, Donald Fagen, Kid Creole, Us3 oder The Tower of Power kann man als Referenzpunkte ausmachen und trotzdem arbeiten Chin Chin mit einer unverkennbar eigenen Handschrift. Die alte Tanzschule der 80er geht mühelos Hand in Hand mit zeitgenössisch-smarten Lounge-Beats, Vocals aus der BeeGees-Kiste ergeben zusammen mit Disco-Elementen und aparter Latino-Perkussion eine jederzeit das Fahrgestell stimulierende Performance. Kein Wunder, denn die Protagonisten hinter dem Namen „ChinChin“ sind alte Hasen im NewYorker Musik-Business. Entsprechend umfangreich ist der Musikerstamm, aus dem sich „ChinChin“ speist. Wilder Zoby, der Keyboarder, hat ein Faible für Rhodes und Hammond, arbeitete bereits mit diversen HipHoppern und hält ein Degree der New York School of Jazz, Torbitt Schwartz, der Drummer, jammte mit Leuten wie Bernard „Pretty” Purdie oder mit Acts wie TV on the Radio und Jeremy Wilms, der Gitarrist, stand bereits mit Tony Allen oder mit Musikern von Sonic Youth im Studio.Obwohl auf dieser CD mit umfangreichem Instrumentarium und allerlei musikalischem Geraffel gearbeitet wird, wirkt der Sound zu keinem Zeitpunkt überladen oder artifiziell. Im Gegenteil: Wer seine Party-Gäste aus der dunklen Schmoll-Ecke holen will, der legt einfach ChinChin auf. Vielleicht nur nicht gerade den Track „Ohio“, denn das ist ein astreiner Nahkampf-Blues.

www.dialectrecordings.com