Neue Platten

Malia - Young Bones

Genre: SoulJazz
Label:Epic (Sony BMG)
CD, VÖ: - 25.05.2007

Junge Knochen für ein altes Genre: Die 30jährige Malia aus Malawi widmet sich auch auf ihrem 3. Album „Young Bones” wieder dem klassischen SoulJazz-Gesang, auch gerne als BarJazz bezeichnet. 13 meist verhaltene Titel, die sich an so großen Vorbildern wie Billie Holiday oder Nina Simone orientieren, aber dennoch problemlos den Brückenschlag in die aktuelle Moderne schaffen. Malia hat die perfekte Stimme: weich, fragil, leicht erotisierend dahingehaucht, aber auch ein bißchen spröde und leicht angerauht. Für jede Stimmungslage und Stilrichtung also die richtige Intonation. Dazu die passende Instrumentierung: Viele Streicher, Grand Piano, Kontrabass und dezente Drums. Natürlich wäre das auf die Dauer veilleicht etwas zu eintönig. Und so haben sich Malia und ihr Haus-Komponist André Manoukian auch hier und da zu einigen Uptempo-Stücken hinreissen lassen, wo deftige Bläser und programmierte Beats den Ton angeben. So klingt zum Beispiel „Salmon Coloured Man” wie eine knackige James-Bond-Nummer im Stil von Shirley Bassey und „Richer Than Bill Gates” wie eine funkige Gospelnummer. Was alle Songs jedoch gemeinsam auszeichnet ist das hohe Niveau, auf dem sich alles abspielt. Professionalität und Eleganz sind leicht zu identifizierende Merkmale. Malia hat sich scheinbar mühelos in die Reihe der großen Jazz-Sängerinnen eingereiht. „Young Bones” ist ein zweifellos interessantes und kurzweiliges Album, eine temporäre Wellness-Oase für die Ohren.

www.malia-online.com