Neue Platten

Juliana Aquino - Disco meets Bossa

Genre: Bossa Nova
Label:Peacelounge (Alive)
CD, VÖ: - 25.01.2008

Gloria Gaynor, Thelma Houston, Stephanie Mills und Donna Summer am Strand von Copacabana und Ipanema. „Disco meets Bossa“ macht’s möglich. Juliana Aquino aus Salvador de Bahia und Gatte Tuta Aquino hatten die bizarre Idee, Party-Hits der späten 70er und frühen 80er auf Bossa Nova umzustricken. Was erst einmal ungläubiges Kopfschütteln verursacht, stellt sich während dieser 55 Minuten als durchaus passabel transformiert heraus. Disco-Knaller lassen sich demnach also mit einigem Geschick und brasilianisch-lockerer Herangehensweise auch zu sachte rieselnder Lounge-Beschallung umfunktionieren. Was auf feucht-fröhlichen Tanzveranstaltungen ab einem bestimmten Zeitpunkt immer wieder zu tänzerischer Extase führt oder aber dazu angetan ist, die Lustbarkeit wegen zu hohem Peinlichkeitsfaktor schnurstracks zu verlassen, wird auf „Disco meets Bossa“ zu intimem Chill-Pop. Besonders gut funktioniert das dann, wenn die Vorlage an sich schon den Stempel des homogenen Groove-Pop trägt. Schwieriger verhält es sich allerdings mit Songs wie dem zackigen „Stayin’ alive” oder dem Soul-Funker „I’m every woman”. Die Songs von den Bee Gees bzw. Chaka Khan sind im Original dann doch zu einzigartig, als dass man sie so ohne weiteres entschleunigen und anschließend glatt-polieren könnte. Hier stößt das Recycling an seine Grenzen. Alles in allem aber trotzdem ein hübscher Gedanke und eine zweifellos brauchbare Umsetzung.

www.peacelounge.com