Neue Platten

Kataya - Canto Obscura

Genre: Ambient ProgPop
Label:Presence Records/Nordic Notes (Broken Silence)
CD, VÖ: - 06.06.2008

Bis jetzt hat mir eigentlich noch niemand so richtig und schlüssig erklären können, warum es in Finnland bei dieser verhältnismäßig geringen Bevölkerungszahl so überdurchschnittliche viele und vor allem gute Pop-Bands gibt. Und da man nicht immer alles auf das Wetter dort oben schieben kann, muss es wohl an der finnischen Mentalität liegen, die dafür prädestiniert zu sein scheint, besonders musisch veranlagt zu sein. Wie dem auch sei: Die Band Kataya, um die es hier geht, ist auch wieder so ein Musikerverbund, der es verdient hat, über den skandinavischen Raum hinaus gehört zu werden. Neben den drei Stammspielern Matti, Sami und Teijo (2 x Keyboards und Gitarre) haben an diesem Album noch ein paar Ergänzungsmusiker mitgewirkt, die weitere Gitarren, Saxophon und Orgel mit einbringen, vor allem aber sind zwei Sängerinnen, Johanna (von der Gruppe Kurkirku) und Sanna, zu erwähnen, die 4 der 12 Aufnahmen durch ihre Stimmen bereichern. Was für eine Musik macht aber nun Kataya: Das Platteninfo spricht von „Folk-Prog-Ambient”, was des Pudels Kern nur sehr unvollständig umschreibt. Der Sound von Kataya ist zunächst einmal geprägt von nordischer Weite und romantischer Sinnlichkeit, vergleichbar etwa der Musik von Bo Hansson, der den Herr der Ringe musikalisch umgesetzt hat. Er umfasst gleichzeitig aber auch eine großzügig angelegte melodiöse Gitarrenschiene, vielleicht ähnlich der Musik der altehrwürdigen Wishbone Ash oder Camel. Insgesamt gesehen also eine nicht gerade dem heutigen Zeitgeist unterworfene Mischung aus Mike Oldfield und Greenpeace-Soundtrack, dafür aber sehr angenehm und entspannt zu konsumieren.

www.katayaband.com