Neue Platten

Trance Groove - Orange

Genre: Club-Jazz
Label:Westpark Music (Indigo)
CD, VÖ: - 06.06.2008

Dezenten und lässigen Club-Jazz machen Trance Groove nun schon seit Mitte der 90er. Ein Bandprojekt, das sich immer wieder zu CDs zusammengefunden hat, obwohl die meisten Akteure mit eigenen Formationen zugange sind oder waren. So vedingte sich beispielsweise Helmut Zerlett als Studiomucker bei der Harald Schmitt-Show, die Gebrüder Winterschladen bliesen für die Nighthawks oder Jürgen Dahmen drückte bei Propaganda die Tasten. Bei Trance Groove jedoch wird mit vereinten Kräften hart für den Club-Dancefloor gearbeitet. JazzFunk, NuJazz, Lounge-Jazz – man nenne es wie mal will – die Musik der Kölner Rhythmus-Treiber bleibt immer dem Groove verpflichtet, so sagt es der Bandname ja schon. „Orange” wartet mit 11 neuen Titeln auf, die sich mit so prägnanten Namen wie „Serge Gainsbourg”, Sergio Leone”, „Mitsikoshi” oder „Burnout Paradise” schmücken. Sahinter verbirgt sich nichts anderes als schicke Beats, die hauptsächlich dem Saxophon und Brumm-Bass als knackigen Funk-Instrumenten verpflichtet sind, versetzt mit diversen DJ-Spielereien und perlenden Keyboards sowie einer ordentlichen Portion Synthesizer. Dazu noch sachte kullernde Reggae-Dub-Riddims mit gezupfter E-Gitarre. Damit das alles aber nicht ganz so instrumenten-lastig wird, hat man noch ein paar Stimmen dazugeholt, die für einen zarten Hauch Erotik sorgen. Erotik einer ganz anderen Art versprüht der letzte Titel, für den die Warhol-Muse Christa Päffgen alias Nico noch einmal posthum umgebettet wurde und den Hörer in das „Reich der Träume“ entführt. Seltsam entrückt, seltsam ungelenk, schaurig groovig.

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