Neue Platten

For Films – Selected Tracks For Moving Pictures: Edit 9 - (V. A.)

Genre: Elektro
Label:Freibank (Indigo)
CD, VÖ - 17.01.2005

Sehnlichst erwartet: die Fortsetzungsgeschichte der „For Films”-Compilation-Serie von Freibank. Auch der jetzt erschienene Teil 9 dieser Reihe reiht sich nahtlos ein in die von Klaus Maeck seit 1996 veröffentlichten Mini-Soundtracks aus den Sparten Elektronika, NuJazz, Experimental, Ambient und Songwriter.
Eingerahmt von je einem skurrilen 10-Sekunden-Teaser, ergießt sich erneut eine Fülle von weiteren 25 ungewöhnlichen bis plastisch-eindrucksvollen Klangbeispielen, wie man sie sonst nur sehr selten vorgesetzt bekommt. Etwa in extravaganten Werbespots oder exotischen Streifen der Filmindustrie. Denn die bedient sich sich immer öfter dieses immensen Fundus’, den die Freibänkler da alljährlich mit einem untrüglichen Gespür für Innovatives stets vergrößern.
Und was findet man da nicht alles für würzige Kleinodien: Orientalisches aus der Istanbuler Sound-Küche von Doublemoon (Baba Zula oder Orient Expressions), geschmeidigen Designer-JazzDub von Burnt Friedman, ungewöhnlich Verträumtes der beiden Märtini Brös. aus Berlin, tanzflur-beschwingte Elektro-Beats der Jammin’ Unit oder malerische Piano-Gedanken des Altmeisters Hans-Joachim Roedelius.
Diesen relativ bekannten Namen steht wie immer eine noch größere Anzahl von No-Names gegenüber, deren Kreativität allerdings oft in ungekehrtem Verhältnis zu ihrem bisherigen Bekanntheitsgrad steht. Vom Chill-Sofa-Sound oder Breakbeat-Gewitter über James-Bond-Verdächtiges und zerbrechlichen Singer-/Songwriter-Perlen bis hin zum gemächlichen Adlerflug zieht während dieser guten Stunde Spielzeit vor dem geistigen Auge so ziemlich alles vorbei, was man sich an Movie-Sounds nur vorstellen kann.
Daß dieses Klang-Inventar fast allen (Heim)Kino-Anforderungen gerecht wird, kann man leicht selbst ausprobieren: einfach mal die nächste Diashow am Computer mit Tracks der „For Films“-Serie bestücken.

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