Neue Platten

Naïm Amor - Sanguine

Genre: Indie Pop
Label:Le Pop Musik (Groove Attack)
CD, VÖ: - 24.04.2009

Familien-Geschichten – die zweite. Nachdem Marianne Dissard mit „L’entredeux“ auf unserem deutsch-französischen Lieblingslabel hinreißende Popsongs zwischen Americana und Chanson abgeliefert hat, ist nun ihr Ehemann Naïm Amor an der Reihe. Auch er ist eng mit den Calexicovätern Joey Burns und John Convertino sowie mit Howie Gelb verkumpelt und so nimmt es nicht Wunder, dass auch seine 12 Tracks mit viel Wüstenstaub, Lap-Steel und Westerngitarre infiziert sind, aber auch den sinnlichen Charme eines französischen Walzers, die spröde Stimmung eines Serge Gainsbourg oder die romantische Ader eines Jacques Prévert aufgreifen. Das klingt dann am Ende so wie eine Mischung aus Dominique A und wehmütiger Lhasa-Melancholie. Ein warmer Sommerwind weht durch das gesamte Album, der Wechsel zwischen englischer und französischer Sprache erweist sich als zusätzlicher Harmonie-Faktor. Joey Burns als genial agierender Mitmusiker und fintenreicher Co-Produzent setzt zudem die fein gesponnenen Melodien Naïm Amors mit so viel Gespür und Raffinesse um, dass man wie aus einem fesselnden Traum unsanft erwacht, wenn diese entspannte Reise durch Folk und Pop mit dem Bonus Track „Tuscon, AZ“ so plötzlich endet. Aber wozu gibt es schließlich die Repeat-Taste!

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