Neue Platten

Zap Mama - ReCreation

Genre: Ethno-Pop
Label:Heads Up Intl. (inakustik)
CD, VÖ: - 22.05.2009

Die Welt von Zap Mama ist bunt. Daran besteht kein Zweifel. Bunt die Video-Clips, bunt das Booklet dieser CD – Marie Daulne, die Obermama, leidet gewiss nicht an einem ausgeprägten Mangel an Narzissmus. Und so kann es auch vorkommen, dass ihr Perfektionismus zuweilen etwas übertrieben erscheint, es allen Recht machen zu wollen, vor lauter Kreativität nur so zu sprühen. Kreativität ist wohlgemerkt ja per se keine schlechte Eigenschaft, aber die Bündelung derselben wäre hier manches mal angebracht, anstatt sich zu zerfasern. So findet auf „ReCreation” nicht nur eine Rückbesinnung auf die Anfänge von Zap Mama Mitte der 90er Jahre statt, wenn die damaligen a-capella-Kolleginnen Sylvie Nawasadio und Sabine Kabongo nun wieder kurzfristig in den Schoß von Mutter Zap zurückkehren (dürfen), „ReCreation” bedient im weiteren auch noch die HipHop- und Soul-Ecke – Rapper G. Love und Crooner Bilal sind willige Helfer bei Marie’s Tausendsassa-Tour. Die Sparte Afro-Beat wird ebenfalls gestreift und durch Tony Allen und Meshell Ndegeocello repräsentiert. Und natürlich eine gute Portion Brazil-Sound, der allerdings durch die Cover-Version von „Parole Parole” und der Mithilfe von Vincent Cassell einen traurigen Tiefpunkt dieser CD markiert. Seltsamerweise sind dann aber genau die Stücke, die auf Kooperationen verzichten, die ansprechensten. Und davon hätte man wiederum gern mehr gehört, anstatt so manch überflüssigem Gast das Ohr schenken zu müssen.

www.zapmama.be