Neue Platten

Club des Belugas - Zoo Zizaro

Genre: NuJazz/Lounge
Label: ChinChin Records (Our Distribution)
CD, VÖ: - 23.10.2009

Nicht gleich abwinken, wenn es hier wieder mal um das allseits beliebte, aber doch schon etwas abgegriffene Thema „Lounge- und Club-Beats” geht, eine Genre-Richtung, die nun schon gut zehn Jahre existiert und sich in den allermeisten Fällen im Laufe der Zeit zu einem lauen Süppchen zurückentwickelt hat. Ein paar Highlights sind indes geblieben und zu denen gehört zweifelsohne der „Club des Belugas”, ein Lounge-Projekt aus deutschen Landen mit langem Atem, das sich mit einer Vielzahl an Gastmusikern einem knisternden Hipster-Sound widmet, der zwischen Soul, Samba, Swing, Jazz und smarter Club-Elektronik rangiert. Der Beliebtheitsgrad dieser Musik drückt sich allein schon in der Tatsache aus, dass Stücke dieser Kombo bislang über 600 mal für Compilations lizenziert wurden. „Hiphip Chinchin” von 2003 ist da nur einer von vielen gelungenen Hits, die weltweit die große Runde gemacht haben. Auf sieben Alben haben es die Belugas unter der Leitung von Kitty The Bill und Maxim Illion bislang gebracht – „Zoo Zizaro“ ist ein weiterer großer Schritt in Richtung „Hall of Faim”. Nicht zuletzt deswegen, weil es die Produzenten/Komponisten verstehen, der Vielseitigkeit breiten Raum einzuräumen. So finden wir beispielsweise zwei perfekt arrangierte Remixe von Vintage-Jazz-Stücken, auf denen Ella Fitzgerald und Les Baxter reanimiert und in ein zeitgemäßes Umfeld transportiert werden. Aber auch Instrumental-Titel wie der tropische Bigband-Mambo „Un Grão de Areia” oder der jazzig-lockere „Habana Twist” überzeugen durch feinfühlige Vibes. Die perfekte Gewürzmischung besteht indes aber immer wieder aus den Vokal-Artisten, die regelmäßig zu den Belugas stoßen: Die Damen zuerst: Bajka, die vielgefragte Spoken-Word- und Electronic-Soul-Artistin, die kalifornische Jazzlady Brenda Boykin und die schwedische Sängerin Anna-Luca, die demnächst mit einem Soloprojekt am Start sein wird. Und schließlich rundet Ferank Manseed aus Newcastle, der Mann mit dem Ganzkörpertattoo, dieses Album ab, der mit einer über vier Oktaven reichenden Stimme, einem perfekten Mischorgan aus Frank Sinatra und Louie Austen, britische Coolness verbreitet. Ein Album, das Laune macht.

www.chinchin-records.com